(noch im Aufbau)
Lock-Station
Beim Bau einer Lock-Station sind der Kreativität (fast) keine Grenzen gesetzt. Jeder freudige Bastler kann sich nach Belieben austoben – solange das Ergebnis am Ende stimmt. Lediglich der Python-Code, welcher auf dem Raspberry Pi und insbesondere beim Upload der Events sollte nicht herumgedoktert werden, um die Funktion der Webseite nicht für alle zu beeinflussen.
Damit ein leichter Einstieg gelingt, möchte ich hier mal „meine“ Lock-Station als Vorlage vorstellen.

Sie besteht aus:
- Einer Getränkekiste (etwas erhöht und für mehr Stabilität)
- Einer Holzplatte, grün angesprüht (Farbton: RAL 6018 als Greenscreen Hintergrund und Witterungsschutz)
- 3 Winkel als Abstandshalter
- Einem weißen Lampenschirm (Regenschutz und Lichtdurchlässig)
- Einen 3D gedruckten Deckel
- Ein Kompass zum Ausrichten nach Norden
- Ein kleiner Plastikdeckel für die Lockflüssigkeit
Materialkosten: ~ 20€
Im technischen Bereich verwende ich folgende Komponenten:
- Raspberry Pi 5 (4 GB RAM, 8 GB MicroSD card)
- Pi Camera Module 3
- USB-C Netzteil
- Selbst erstelltes 3D-Druck Case mit Lüftungslöchern
Materialkosten: ~ 120€
Hierbei sollte die Kamera möglichst in der Mitte über der Lockflüssigkeit platziert werden, damit eine gute 360° Abdeckung erzielt wird. Je genauer dabei gearbeitet wird, desto besser werden die erzielten Ergebnisse sein. Mit dem Kompass wird am Ende das komplette Gehäuse nach Norden ausgerichtet.


Außerdem muss unbedingt darauf geachtet werden, dass alle Strom-Komponenten vor Wetter und Wasser geschützt sind und dennoch nicht überhitzen können!
Raspberry Pi Setup
Das Herzstück der Station ist der Raspberry Pi, welcher Bewegungen erkennt und Frames der Kamera auf Hornissen analysiert und bei positivem Befund in eine Datenbank zur Visualisierung auf dieser Webseite hochlädt. Dafür benötigt er Strom und eine WLAN-Verbindung, was mögliche Standorte deutlich eingrenzt. Für die Installation wird auf die Github Projekt Seite verwiesen: https://github.com/KarstenMS/hornet-radar, mit allen Installationsschritten und Erklärungen. Das Repository ist momentan noch nicht öffentlich, bis ich den Code guten Gewissens freigeben kann :-).
Rezept für Lockflüssigkeit1
- 0,5 l Weißwein
- 0,5 l dunkles Bier
- 0,5 l Fruchtsirup oder 0,5 kg Zucker
- Lockflüssigkeit ist im Kühlschrank lange haltbar und nicht attraktiv für Bienen
Für die Zukunft
Nach erfolgreichem Abschluss erster Tests in 2026 sind zwei weitere Modelle geplant:
- Eine Low-Energy LTE Version für den mobilen Einsatz mit Solar-Modul
- Eine günstigere Version mit Raspberry PI Zero und Einstiegs-Kamera